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"Lapidarium", Köln - Toustart am Eigelstein
Sonntag, 08. Juni 2008 um 11:43

Schweiz - Tschechien 0:1

Marco und Marko

Vorfreude pur! In der Kölner Fußballkneipe „Lapidarium" klatschen die schon eine Stunde vor Spielbeginn zahlreich anwesenden Menschen vor Aufregung, Freude und Anspannung. Endlich ging es los. Die 13. Fußball-Europameisterschaft war eröffnet.

In 23 Tagen werden wir wissen, ob es einen Nachfolger für „König Otto" und seine Griechen geben wird.

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Das Eröffnungsspiel brachte dafür schon mindestens zwei neue Erkenntnisse. Wollen die Tschechen noch eine Weile im Turnier bleiben, müssen sie sich steigern. Es fehlte vor allem an Esprit und Kreativität. „Milan Baros ist außer Form und Tomás Rosický nur schwer zu ersetzen. Und so, wie wir sie heute erlebt haben, so schlecht haben sie in der ganzen Vorbereitung nicht gespielt. Man erkennt sie gar nicht wieder", klagte eine Tschechin. Das Trikot von ihrem Superstar Baros tragend hoffen sie und ihre Begleiter auf Besserung. Selbst das 1:0 von Vaclav Sverkos wollte die Osteuropäer nicht milde stimmen.

Tschechen in GruppeZweite Erkenntnis und eigentliche Überraschung des Eröffnungsspiels ist die Tatsache, dass Gastgeber Schweiz gegen Tschechien nicht nur mithalten konnte, sondern über weite Strecken zumindest die gefährlichere Mannschaft war.

Selbst der Ausfall von Führungsspieler Alex Frei konnte verkraftet werden. Ein Bruch im Spiel der Eidgenossen blieb aus.

Im „Lapidarium" brachte das der Schweizer Mannschaft große Sympathien ein. Trotz tschechischer Überzahl kratzte der Lärmpegel im Kneipeninnern eher bei Chancen der Schweizer Nati am oberen Limit. Am Limit agierten auch die zahlreichen Bedienungen. Trotz vollem Haus lief alles - auch das Kölsch - wie am Schnürchen. Der Wirt war zufrieden und stolz. „Wir sind das gewohnt. Schließlich haben wir 2 Jahre 2. Liga hinter uns; das stählt!"

Nur vor dem heutigen Abend hat er ein bisschen Respekt. „Bei Deutschland-Spielen ist das immer etwas anderes!", so der Chef. Auch für die Zuschauer. Die sollten, um einen guten Platz zu ergattern, schon frühzeitig ins „Lapi" anreisen!

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Fußball bewegt - Reisetagebuch zur Fußballeuropameisterschaft 2008