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Zu Gast in Bochum-Süd
Geschrieben von: Marco Di Lenarda   
Donnerstag, 12. Juni 2008 um 16:04

Schweiz - Türkei 1:2

Die Schweiz ist ausgeschieden. Ich erlebe die Regenschlacht von Basel in Bochum-Brenschede. Wieder einmal war es Jan, der mir eine Bleibe verschaffen konnte. Bei den Steves werde ich herzlich empfangen und erlebe live mit, wie die schwarz-weißen Leibchen von Juventus Turin hergestellt werden. Das allein rettet schon meinen Abend.

BusAm Hauptbahnhof habe ich noch Zeit, mir zwei Käsebrötchen beim Goldenen „M" zu besorgen. Dann geht es eine Viertelstunde mit der Linie 349 durch Bochum. Ziel ist der Bruchweg. Auch dort werde ich herzlich empfangen. Simon und Regina nehmen mich für eine Nacht auf. Die beiden sind ungefähr so alt wie ich, man versteht sich gut. Niemand sollte an diesem Abend das türkische Team favorisieren.

Wir schauen ganz gemütlich Fußball. Diese Aussage trifft es wohl am besten. Wer in diesem Bericht für diesen Abend meiner Route etwas Spektakuläres erwartet, sollte lieber mit dem Lesen aufhören. Denn es ist und bleibt gemütlich.

TVSimon und ich trinken ein „Lecker-Bierchen", um uns sodann über die vergebenen Großchancen der Schweizer aufzuregen. Die unglaublichste Szene war für mich der nicht erfolgreich abgeschlossene Konter der Schweizer ungefähr 10 Minuten vor Schluss: Hamit Altintop fabriziert einen gefährlichen Fehlpass inmitten einer türkischen Offensivaktion. Die Roten nehmen den Ball auf und tragen in schnell in Richtung Spitze. Doch alle, die die Chance haben, diesen Konter noch einmal zu sehen, sollten auf die linke Bahn der Schweizer achten.

Dort nimmt ein mitaufrückender Schweizer das Tempo heraus und lässt sich - meiner Meinung nach in prekärer Verkennung der Situation - zurückfallen. Er wäre es gewesen, der die Eidgenossen an diesem Abend hätte retten können. Wer genau es war, konnte ich nicht feststellen; vielleicht war einer von euch schneller und kann mir weiterhelfen?

shirts

Doch, wie zu Anfang erwähnt, wird mein Abend dadurch gerettet, dass ich der Turinschen Trikot-Manufaktur, Außenstelle Bochum, bei der Arbeit zuschauen darf. Regina meint zwar, sie bemale die T-Shirts, um sie später den Zebras für eine Aufführung des „König der Löwen" zur Verfügung zu stellen; doch ich durchschaue die Szenerie. Hier entsteht ganz großer Sport. Ich bin beeindruckt!

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