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Wie ein Kölner Student die Euphorie der EM nutzt, um in NRW, Deutschland, Österreich und der Schweiz Spenden zu Gunsten einer Kölner Förderschule für Kinder mit Lernschwäche zu sammeln. Einleitung
Sechs Tage später brachen um 17:17 Uhr im Nürnberger „easyCredit-Stadion“ ebenfalls alle Dämme, allerdings nicht vor Freude, sondern vor Trauer. Es war amtlich, der 1. FC Nürnberg ist in die zweite Liga abgestiegen, und eine ganze Region ist am Boden zerstört. Am 7. Juni beginnt um 18 Uhr mit dem Spiel Schweiz gegen Tschechien die Fußballeuropameisterschaft in Österreich und der Schweiz und es werden wieder Millionen von Menschen vor den Bildschirmen zusammenfinden, um mit ihrer Mannschaft mit zu fiebern oder zu leiden. Der Fußball überträgt eine unglaublich Faszinationen verbunden mit einer sehr positiven Kraft. Man muss es sich einmal bewusst vor Augen führen, da rennen 22 Männer einem Ball hinterher und entscheiden darüber, ob Millionen von Menschen himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt sind.
Man stelle sich einmal vor, mit der gleichen Energie wird bspw. die Förderung von Kindern verfolgt. Fans kauften sich Schals, Trikots und andere Merchandisingprodukte von einzelnen Schulen und spülen damit eine stattliche Summe in deren Kasse. Das wäre zwar gut für das Budget der Schule, ist allerdings totaler Blödsinn. Was aber funktioniert, ist die Verknüpfung von dem Einen und dem Anderen. Warum nicht mit der Fankultur und der ganzen Euphorie um den Fußball Geld für einen guten Zweck sammeln? Und zwar für die „Städtische Förderschule Lernen Edisonstraße“ in Köln. Die Städtische Förderschule Lernen Edisonstraße
Diejenigen, die Schwierigkeiten mit dem "normalen" Lerntempo haben, erhalten die Möglichkeit, in Kleingruppen unterrichtet und somit individuell und intensiv gefördert zu werden. Hierfür stehen den Schülern 14 Lehrer zur Seite, welche gerne neue Projekte initiieren würden, wofür allerdings die finanziellen Mittel fehlen. Zum Beispiel möchten sie das Konzept der „Bewegten Pause“ umsetzen, um Spannungen des Schul- und Lebensalltages der Schüler auffangen zu können. Hier geht es darum, den Schülern während der Schulpausen vielfältige Bewegungs- und Spielmöglichkeiten zu geben. Eine besondere Gestaltung des Schulhofes, die Einrichtung einer von Schülern getragenen Sportgeräteausleihe oder einfach der zusätzliche Einsatz eines Pädagogen als Spielleiter bzw. –betreuer sind hier die Ansatzpunkte. Im Sportunterricht möchte die Schule auf alternative Geräte zurückgreifen (z.B. Einräder, Wippen, Rollwagen und –bretter), die das Zusammenwirken von Psyche und Motorik in besonderer Weise fördern. Die Schule würde ihre Fußball-AG gerne zu einer Fußball-Schulmannschaft ausbauen. Für die finanziell schwache Lage ist es bezeichnend, dass es bereits an der einfachsten Ausstattung fehlt. Weder Mannschaftstrikots, noch gute Fußbälle oder Fußballschuhe sind vorhanden. Das bedeutet für die bereits trainierenden und ambitionierten Kicker, dass die Teilnahme an Schulturnieren von vorneherein von denkbar schlechten Bedingungen begleitet wird. Um den Schülern etwas zu helfen, ist die Idee zum Projekt „Fußball bewegt“ entstanden. Die Aktion „Fußball bewegt“
Um seine Tour publik zu machen, wird er ein Reisetagebuch unter www.fussball-bewegt.de führen. Hierin werden zum einen die von Vereinen gespendeten Objekte beschrieben und zum anderen Reportagen über die EM-Begeisterung in der jeweiligen Region zu finden sein. Seine Reise führt ihn zuerst zu sämtlichen Erstligisten in NRW, hierzu zählen sowohl die Auf- als auch Absteiger. Weiter geht’s Richtung Süden, zu Fußball- bzw. Saisonbedeutenden Orten. Marco macht dabei in Frankfurt beim DFB halt und besucht dann mit Hoffenheim, Nürnberg und München Orte fantastischer und tragischer Fußballmomente der soeben beendeten Saison. Ab den Viertelfinalspielen führt ihn die Reiseroute nach Österreich und die Schweiz, wo er die Atmosphäre der Europameisterschaft hautnah erleben und seine Leser daran teilhaben lassen wird. In den Gastgeberländern besucht er Nationalmannschaftsquartiere und fußballhistorische Stätten, wie Bern, um auch von dort dem Leser ein Bild der Europameisterschaft zu vermitteln, wie man es nicht aus dem Fernsehen kennt. Jeden Tag ist Marco in einer anderen Stadt und bei einem anderen Verein bzw. einer Nationalmannschaft wo er hoffentlich wertvolle Spenden für die Kinder der „Städtische Förderschule Lernen Edisonstraße“ bekommt. Seine Reise beginnt natürlich in Köln und endet mit dem Finale in Wien.
Egal wo und mit wem Marco die EM verfolgt, immer und überall wirbt er für „Fußball bewegt“, denn je bekannter es ist, umso höher sind natürlich die bei den Spendenauktionen erreichten Preise. Außerdem wird er in Gesprächen mit dem jeweiligen Publikum die ganz persönlichen Geschichten rund um die EM und den Fußball erfahren und in seiner täglichen Reportage veröffentlichen. In seinem Reisetagebuch zeichnet er das charmante volkstümliche Gesicht der Europameisterschaft 2008 nach.
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Die Idee
Am 11. Mai brachen um 15:48 Uhr wortwörtlich alle Dämme im Kölner „Rhein Energie Stadion“. Tausende von Fans stürmten auf den Platz und feierten in ganz Köln bis spät in die Nacht hinein den Aufstieg des 1.FC Köln.
Kann man diese Energie nicht vielleicht für einen guten Zweck nutzbar machen?.jpg)
Die „Förderschule Lernen Edisonstraße“ liegt in Köln-Ostheim, einem Stadtteil des Stadtbezirks Köln-Kalk. Mit einer Arbeitslosenquote von 22,3% liegt der Stadtteil weit über dem Kölner Gesamtdurchschnitt von 13,3%. Die Förderschule ist baulich einer Grundschule angegliedert und hat ein Einzugsgebiet, das sich über die Ortsteile Neubrück, Vingst, Ostheim und Höhenberg des Stadtbezirks Kalk erstreckt. Ein weiter Schulweg kennzeichnet daher den Alltag der 135 Schüler.


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